Die Bedeutung von verkörperter Grenzen in der Sexualität

Grenzen sind grundlegend in unserem Leben. Wenn ich wissen will wer ich bin, brauche ich ein klar gefühltes Grenzbewusstsein für mich wie auch für das Du (oder das Gegenüber).

Die Krux ist, wir bewegen uns oft im radikalen Bereich. Wir grenzen uns radikal ab und kappen Beziehungen – «wenn es dir nicht passt, kannst du ja gehen.» Oder wir sind ganz und gar grenzenlos, passen uns über die Massen an oder suchen die Verschmelzung, das Eins-Sein.

Oftmals haben wir nicht gelernt, Grenzen zu verhandeln.

Sowohl im radikal abgrenzenden  als auch im grenzenlosen Bereich ist die Möglichkeit, sich selbst und zugleich das Gegenüber wahrzunehmen eingeschränkt. Wenn wir im Umgang mit Grenzen dazu tendieren mit Anpassung, Widerstand oder Rückzug zu reagieren, hinterlässt uns das oft mit Gefühlen von Frust, Enttäuschung, Wut, Macht-und Hilflosigkeit. Oft begegnen wir hier der unerfüllten Sehnsucht oder auch der Lustlosigkeit.

Beispiele sind:

«Ich mag nicht was mein Partner beim Sex macht. Ich habe schon mehrfach versucht, ihm zu zeigen, was und wie es mir gefällt, habe aber das Gefühl, dass ihm das alles zu kompliziert und anstrengend ist. Deshalb lasse ich es einfach geschehen. Oder ziehe mich zurück.»

«Ich bin im Bett zu sehr auf ihr Vergnügen fixiert und gehe deswegen immer leer aus, zumindest was den Orgasmus betrifft.»

Wenn uns der Körper als stabile Referenz für Grenzerleben zur Verfügung steht, wenn uns dadurch ein bewusst-gefühlter Selbstkontakt möglich wird, eröffnet sich uns ein Raum des Wählens, Aushandelns und Entscheidens. In diesem Raum können wir das Eigene vom Anderen unterscheiden.

Das sind meine – und das sind deine Bedürfnisse. Das öffnet uns einen Raum von wirklicher Begegnung und Verbindung. Hier wird ein Er- und Anerkennen möglich.

In dieser Workshopreihe wollen wir einen Forschungsraum betreten, um eigene Grenzen und Bedürfnisse zu erkunden und konkret zu erleben. Du erhältst Unterstützung darin, dich deiner Handlungsmuster mehr gewahr zu werden und in einem sicheren Raum neue, korrigierende Erfahrungen zu machen. Du lernst zu erfahren, wie sich ein «Ja» anfühlt, ohne die Grenzen zu verlieren, und wie sich ein «nein» anfühlt, ohne die Verbindung zu kappen. Wir erforschen gemeinsam wo die je eigenen Prägungen sind und wir sie in der Begegnung würdigen können.

Unser Ansatz ist traumasensibel und körperorientiert. Wir arbeiten bewusst langsam, sodass du im Selbstkontakt bleibst und deinen Körper spürst  während deiner Forschungsreise. Wir bieten einen Raum an, in dem du deine Präsenz und dadurch dein Beobachter-Ich stärken kannst. 

In dieser Kursreihe sind wir bekleidet und teilweise nackt. Berührungen im genitalen Bereich sind Teil des Kurses. Du bestimmst, was für dich stimmig ist und in welchem Tempo du forschen willst.

Die Kurse sind auf einander aufgebaut. Sie können als Ganzes oder Einzeln gebucht werden.

Kosten CHF 390.- Paar CHF 720.-

Frühbucherrabatt bis 19.09.2022: CHF 360.00 / Paar: CHF 660.00

  • 2. Kurs 21.-22.Januar 2023
  • 3. Kurs 11.-12.Februar 2023
  • 4 Kurs 18-19. März 2023

Kursreihe CHF 1200.- Paar CHF 1’140.-

Leitung Cyrill Kollros, Erika Müller

Cyril ist trainierter Daka Tantra Therapeut nach Lin Holmquist, Sexologischer Körpertherapeut IISB®  i. A., traumasensibler Coach NSI Verena König, zertifiziert in körperorientierter Trauma-Arbeit SEI® Dami Charf.

Datum: 19.11.2022 - 20.11.2022

Uhrzeit: 9.30 -18.00

Ort: Prisma, Klösterlistutz 18, 3013 Bern

Anmeldung: info@loval.ch Tel. 079 918 48 78

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